Fast verheiratet (2012)

Auf der Suche nach einer Komödie, die zwar seicht und doch nicht ganz ohne Anspruch daherkommt, entpuppt sich »Fast verheiratet« mit HIMYM-Star Jason Segel und Schuh-Ikone Emily Blunt als Stolperstein. Er liegt im Weg und ja, irgendwie mutet er sympathisch an: Ein Paar steht kurz vor der entscheidenden Wende ihres Lebens hin zum ‚Für-Immer‘ und schafft es einfach nicht. Die Umstände verhindern das Überschreiten der Ziellinie und beschwören unerwartete Konsequenzen herauf. Die verlaufen mal skurril, mal romantisch, mal pointiert und schließlich ab und an auch mal platt. Teil dieser Episoden im Leben der beiden Verlobten sind immer wiederkehrende Charaktere, die im Gedächtnis bleiben, weil sie einfach ziemlich extrem gezeichnet sind. Das endet schließlich in einem Balance-Akt zwischen oberflächlichem Abziehbild und kantiger Nebenfigur. Alles schön und gut – solange es die eigenen Erwartungen bedient, kann ja da eigentlich wenig schief gehen – so will ich fast tönen. Naja, fast getönt.

Denn »Fast verheiratet« hat nicht nur mal wieder einen blöden Verleihtitel erwischt, nein, das Original klingt nach etwas ganz Anderem: »The Five-Year Engagement«. Regisseur Nicholas Stoller, bekannt aus dem von der Kritik respektierten »Forgetting Sarah Marshall« – zu deutsch natürlich wieder etwas kecker »Nie wieder Sex mit der Ex« – hat damals schon ein Händchen für guten Humor bewiesen. Auch damals schon war Jason Segel im Boot. Und auch damals schon spielt er seine wohl einzig vorzeigbare Rolle – die des etwas vertrottelten, und trotzdem liebenswürdigen Freundes einer Frau, die zeitweise irgendwie eine etwas andere Vorstellung vom Liebesglück hat. Ich unterstelle jetzt nicht, dass die Storys sich ähneln. Vielmehr kommen beide Geschichten mit einem ähnlichen Spannungsbogen daher. Und mit dem gehen die Probleme los.

»The Five-Year Engagement« betitelt eine doch recht lange Zeitspanne, und die wird dem Film fast zum Verhängnis. Ich kann es daher nicht oft genug betonen: Jeder Film hat seine Zeit und bedarf daher nicht zwangsläufig der Überlänge (hier: 124 Minuten!) – nur um dann noch eine schwurbelig skurrile Szene zu zelebrieren, auszuwatschen und wie einen schon ausgedrückten Schwamm noch einmal bis auf den letzten Tropfen auszuquetschen. Letztlich läuft es doch wieder auf das erwartete Ende hinaus, dann kann auch zuvor gezielter gesteuert werden.

Der Auftakt gelingt nämlich nach Maß. Die Figurenzeichnung bleibt harmonisch und doch nicht belanglos. Vorahnungen werden zwar bestätigt und doch bleibt die Geschichte glaubhaft, sympathisch und irgendwie dem Leben verschrieben. Die erste Verliebtheitsphase wird zum Glück ausgespart, und auch im Folgenden wird nicht effekthaschend auf die Tränendrüse gedrückt. Zentral bleibt die Frage: »Wie würde ich mich verhalten?“ Nachvollziehbar taumeln Tom und Violet vom einen Konflikt in den nächsten und verlieren dabei zunächst nicht den Witz aus den Augen. Doch dann, gemäß des klassischen 5-Schritt der Dramatik, verharrt »Fast verheiratet« im retardierenden Moment und wird tatsächlich belanglos. Die fallende Handlung fällt und fällt immer weiter und kommt nicht von der Stelle. Das beschwört Ungeduld und kastriert den stets vorhandenen Witz. Aufmerksamkeit ist ein heiliges Gut und darf nicht dem Selbstzweck einer sich selbst gern zusehenden Schauspieltruppe geopfert werden.

Denn das muss dem auch Drehbuchschreiber Jason Segel dann doch zu Gute gehalten werden; dass»Fast verheiratet« stets ein gutes Gefühl durch die miteinander harmonisierenden Charaktere versprüht, die einfach liebenswert miteinander umgehen. Der Zuschauer bekommt – wenn auch zu lange – das geboten, was er wohl vorher auch erwartet hat: Das Auf und Ab einer Liebe und die Angst davor, den Sack zuzumachen und das einzutüten, was nur dann perfekt wird, wenn man akzeptiert, dass es schon immer perfekt war und auch immer sein wird, ungeachtet der Irrungen und Wirrungen, die dann aber doch irgendwie immer dazu gehören.

Wertung: 6.5 / 10

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Elysium (2013)

Es folgt ein kurzes Review zu einem Film, zu dem es, obgleich man eigentlich ein großer Freund noch größerer (und ausufernder) Worte sein mag, nicht allzu viel zu sagen gibt – und ein Nachruf auf eine Schauspielerin. Ein Nachruf, dem die Hoffnung auf Widerruf innewohnt, was wohl sonst eher ungewöhnlich für einen Nachruf ist. Aber, wie heißt es so schön: “First things first”: “Elysium” ist im Prinzip genau das, was man von Regisseur Neill Blomkamp als nächsten Schritt nach seinem von Kritik und Publikum weltweit gepriesenen Sci-Fi-Meisterstück “District 9″ (2009) erwarten konnte: Eine High-Budget-Version seines erfolgreichen Independent-Werks im Blockbuster-Format, mit Amerika als Schauplatz statt Südafrika. Und mit dem beinahe allgegenwärtigen Routinier Matt Damon in der Hauptrolle. Achja, und ohne Aliens. Ganz gerecht wird man “Elysium” mit dieser Beschreibung denn aber doch nicht. Zwar legt Blomkamp hier im Vergleich zu “District 9″ einige Schippen an Action obendrauf, ganz dumm ist “Elysium” aber nicht. Höchstens weniger subtil. Aber seien wir mal ehrlich, um zu erkennen, dass es sich bei “Distict 9″ um eine Allegorie auf die Apartheid handelt, musste man auch keine große Leuchte sein. So ist “Elysium” zwar thematisch breiter und stellt gleich zahlreiche Missstände der modernen Gesellschaft an den Pranger, moralinsauer oder gar pathetisch ist das Machwerk (nur der Schluss ist arg kitschig geraten – inklusive SloMo, Funkensprühregen und obligatorischen indianisch anmutenden Gesängen im Hintergrund) aber auch nicht. “Elysium” ist brutal, und mit knallharter Action, teils sogar mit wohl dosiert eingesetzten Gore-Effekten, garniert und hat fantastische Schauwerte zu bieten. Damit dürfte Blomkamp mit einem milden Lächeln sämtliche Sci-Fi-Blockbuster des ausklingenden Kinojahres (man denke da an den mauen “Oblivion” mit Tom “Nervsack” Cruise oder “Pacific Rim”) auf den Mond schießen (“Gravity” spielt da in einer ganz anderen Liga). Matt Damon überzeugt mit seiner realistisch-geerdeten Darstellung des verletzlichen Anti-Helden, und Sharlto Copley ist ein Gegenspieler, den man derart fies und angsteinflößend lange nicht gesehen hat. Angsteinflößend ist allerdings auch die Performance der Jodie Foster, und damit wären wir beim anfangs angekündigten Nachruf: Als arrogant-intrigante, von der Gier nach Macht zerfressene Superzicke ist ihr Charakter nicht nur unglaublich flach und farblos gezeichnet, Foster macht auch eine bemerkenswert schlechte Figur, so als wäre sie geradezu dem Banktresor aus “Inside Man” (2006) entflohen. Dass sie ein verbissenes Gesicht machen und affektiert-überheblich die Augenbrauen heben kann, wissen wir. Schließlich macht sie seit Jahren nichts anderes (Super-Flop “Der Biber” mit Mel “Ex-Megastar-turned-into-racist” Gibson und Foster auf dem Reigie-Stuhl sowie Kinderfilm “Insel der Abenteuer” mal ausgenommen). Nicht nur, dass sie mit flachen Nebenrollen wie in “Inside Man” oder eben “Elysium” schlicht unterfordert scheint, ihr Talent kommt dieser Tage nur noch selten wirklich zum Tragen. In “Gott des Gemetzels” wirkt sie oft, jedoch nicht immer, over-the-top, im fragwürdigen Moralstück “Die Fremde in Dir” spult sie ihr Reportoire der Marke “Actionheldin” ab, was wir aus “Flightplan” kennen, und welches sie erstmals, damals noch durchaus eindrucksvoll, in Finchers unterbewertetem Thriller “Panic Room” einsetzte. Foster ist seit mittlerweile einem guten Jahrzehnt Lichtjahre davon entfernt, ihre unglaubliche Vielseitigkeit, welcher sie trotz benannter Routine-Arbeiten noch immer den Status der Erstligistin der Hollywood-Garde und zudem zwei Oscars zu verdanken hat, auch nur im Ansatz zu beweisen. Ihre romantisch-kämpferische und aufopferungsvolle Hingabe aus “Anna und der König”, die hinreißend-komische Hinterlistigkeit aus “Maverick”, die wundersam-einzigartige Entrücktheit aus “Nell”, und selbstverständlich die schlicht perfekt facettenreiche Darstellung der Clarice Starling aus “Das Schweigen der Lämmer”, welche dem einstigen Kinderstar nach “Angeklagt” bereits den zweiten Oscar als beste Hauptdarstellerin einbrachte und sie endgültig als ernstzunehmde (erwachsene) Schauspielerin etablierte – all dieses Talent lässt uns auch beim Anblick der hoffnungslos unterforderten, fast hilflos affektiert chargierenden Foster in “Elysium” noch hoffen, dass die großartige Schauspielerin Jodie Foster noch einmal zu ihrer wahren Größe (bei nur 1,60m Körpergröße) zurückkehren könnte. Hier spricht ein wahrer Fan, der noch immer nicht die Hoffnung aufgegeben hat, noch einmal ganz ohne auch nur den Hauch von Wohlwollen (wie zuletzt bei “Gott des Gemetzels”) von Jodie Fosters darstellerischer Leistung überzeugt zu werden.
So, genug des Pathos. Fosters Figur der Verteidigungsministerin von Elysium hat derart wenig Screen-Time, dass es einem fast schon egal sein könnte, wie aufgesetzt ihr Spiel wirkt, und dass man ungeachtet dessen den insbesondere hinsichtlich seiner Schauwerte und der Action-Einlagen gelungenen Sci-Fi-Thriller, um den es hier eigentlich geht, mit Spannung verfolgen kann. Als enttäuschter Fan fällt dies jedoch schwer.

Wertung: 7.0/10.

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Warm Bodies (2013)

Um es vorweg zu nehmen: Romanvorlage → Off-Kommentar. Ja schon wieder – ein leidiges Thema, das hier und jetzt mal näher beäugt wird, um auch mal der Gefahr der unkritischen Auseinandersetzung vorzubeugen. Selten ist es nämlich nur die Stimme im Hintergrund, die alles kommentieren und erklären muss. Kann oder will etwas nicht dargestellt werden, wird es halt kurzerhand erwähnt und abgehakt. Das Problem dabei ist wie so oft die Überbeanspruchung, der Missbrauch am Mittel, nur um einem (oftmals manipulativen) Zweck zu dienen. Sabbelt der Protagonist unentwegt, baut dies zwangsläufig eine unglaubliche Nähe auf, die nicht selten emotional überladen wird und die Atmosphäre überschwängert. Die Frage des Erzählers ist eine literarische Angelegenheit, die eine ganze Geschichte auf den Kopf stellen kann, je nach dem aus welcher Perspektive erzählt wird.
Nun ist ein Film ein solch vielfältiges Medium, das freie Hand im Ausschöpfen der audiovisuellen Möglichkeiten genießt. Im Gegensatz zur Literatur entfacht der Film Bildsprache – ob er will oder nicht – dabei ist eine Flut aus Bildgewalt denkbar, um einfach mal ohne Worte zu wirken, zu sprechen. Das ist auf Dauer anstrengend („Hey Terrence!“), da ein Reiz ausgebeutet wird. Wenn schon die Gegebenheiten des Films es erlauben, dann verlangt das gemeine Publikum auch nach mehr. Doch was ist wann genug?
Über die Erzählperspektive entscheidet die Kamera; sie offenbart die Handlung, von ihr sind wir abhängig, ihr müssen wir folgen, ob wir wollen oder nicht. Ähnlich verhält es sich nun mit dem, was wir hören. Die Geräuschkulisse, die Sprache mit Worten sowie untermalende Musik – ist doch alles schnell aufgezählt. Doch im Zusammenspiel mit dem Bild funktionieren sie grundverschieden! Gehören die Geräusche zur Szene selbst oder werden etwa in phantastischer Manier Einbildungen projiziert? Stehen Stimmen im Vordergrund oder verhallen sie dumpf zur Steigerung der Atmosphäre? Ist die Musik für jeden in der Szene hörbar oder kommt nur der Zuschauer in den Genuss? Erzählt – mein geliebter Off-Kommentar – dem Publikum etwas um des Erzählen willens, oder wird gar ein Monolog, bspw. ein Tagebucheintrag gespiegelt? (siehe »Vielleicht lieber morgen«) Um es auf den Punkt zu bringen: Wird die auditive Ebene sinnvoll in den Filmkontext eingebettet, oder verkommt sie zum sinnentleerten Selbstzweck?
Der Zusammenhang von Bild und Ton bestimmt im Wesentlichen über die Qualität des Films. »Warm Bodies« von Regisseur Jonathan Levine (»50/50«, »All The Boys Love Mandy Lane«) nutzt den Off-Kommentar filmintern. Nicholas Hoult ist ‘R’, ein Zombie. Wer [so wie ich vor der Sichtung] der festen Überzeugung ist, dass bei einer Zombieepidemie kein, ich betone: KEIN Platz für Zombiemitleid ist, der wird bei diesem Film tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Kunstmärchen stützen sich auf eine ureigene Faszination, beleuchten etwas Existentielles aus einer etwas anderen Sicht. Der Zugang ist meist gewöhnungsbedürftig und doch reizend einfach, weil etwas Bekanntes, volkstümlich Traditionelles im Ansatz gebrochen wird.
Die Kamera verharrt auf ‘R’. Oberflächlich gesehen sieht sich der Zuschauer, so rein von außen betrachtet, einer grauenerregenden, tristen und hoffnungslosen Situation konfrontiert. Er kennt diese Situation aus zahlreichen Endzeitfilmen. Er sieht den schlurfenden ‘R’, der zu seinem Vorteil in einer augenscheinlich verlorenen Welt noch nicht übermäßig zersetzt ist. Der Zuschauer hört die Stimme aus dem Off, er hört die Gedanken von ‘R’, er weiß nun, dass ‘R’ denkt. Denken ist menschlich, doch ‘R’ ist ein Zombie. Zombies sind …
»Warm Bodies« lebt von genau diesen bizarren, und doch treffsicheren Gegenüberstellungen. Sei es nun die Masse im Gegensatz zum Einzelnen bzw. im Gegensatz zu einer abgesplitterten Gruppe Abtrünniger, oder aber die Diskrepanz von abstoßender Schönheit, oder die ach so simple Frage nach dem Leben und dem Tod oder … : Allumfassend wird hier fabuliert am Beispiel eines Helden, der die Unantastbarkeit der Würde zur Diskussion stellt.
Mit einfachsten Mitteln schafft Jonathan Levine eine Ausgangssituation mit internem Konflikt, der interessant ist und sich im weiteren Verlauf konsequent zuspitzt. Alles kommt so richtig ins Rollen, als ‘R’ Visionen erfährt, Erinnerungen lebendig werden an eine längst verloren geglaubte Menschlichkeit. ‘R’ ist krank und wehrt sich gegen sein Schicksal und erleidet doch stets Rückfälle in seinem Schmachten nach Gehirn. Er, und mit ihm der Zuschauer, durchwandelt einen Prozess der Vermenschlichung, der rührseeliger kaum in Szene gesetzt werden kann, und doch, eben vor allem auch in der Musikwahl, den richtigen Ton trifft. Die Vorhersagbarkeit stört dabei kaum, denn wenn eine große kleine Dystopie sinnvoll in eine Utopie gleitet, ist der Gedanke an ein funktionierendes Herz schöner als der Irrglaube an eine verkitschte Romanze.

Wertung: 8.5 / 10

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Vielleicht lieber morgen (2012)

Flüchtige Filmempfehlungen von Freunden sind gefährlich. Attestiert zudem die »Internet Movie Database« [kurz: IMDb] eine sagenumwobene 8.1/10 bei knapp 150000 Bewertungen, pocht mein Interesse hellhörig gegen mein filmisches Lustzentrum. Und fast gleichzeitig tönen die Alarmglocken! Originaltitel: »The Perks of Being a Wallflower« – das klingt nach Mauerblümchen-Kitsch mit Romanzenrosette. Nach nostalgischem Schwank mit rückwärtsgewandtem Blick auf eine längst vergangene, natürlich viel bessere Zeit. Nach Wie-ich-mich-endlich-traute-meine-Traumfrau-anzusprechen. Nach Songs, die mein Leben veränderten. Nach halt genau dem Zeug, wodurch sich ach so viele Leute ach so viel besser fühlen – nach einem Film mit derart breitflächigem Identifikationspotential, das ausnahmslos jeder Geschmack bedient wird und damit jeder gefälligst zufrieden sein muss. Das klingt urplötzlich nach »Eternal Sunshine of the Spotless Mind« (IMDb: 8.4 bei über 400000 Bewertungen), der einen ebenso dumpf klingenden, keck andeutenden deutschen Verleihtitel erhielt wie heutiger, abendfüllender Kandidat.
Es klingt wie damals einfach zu gut. »Vergiss mein nicht« verhob sich seinerzeit am leidigen Thema mit der Liebe, indem er die andersartige Frage der bedingungslosen Ehrlichkeit verdrängte, nur um verkitscht ewig wiederkehrendes Verliebtsein zu schwadronieren. Die Erinnerung ist ein so kostbares Gut, das nur allzu leicht beschönigt werden kann, idealisiert werden kann, der eigenen Imagination überlassen ist. Traum und Wunsch fügen sich zu einer vermeintlich unumstößlichen Wahrheit und verleiten zum romantisierten Schwank und zum Suhlen im eigenen bittersüßen Liebes- oder Trennungssaft. Das alles nur um über die eigene Bedeutungslosigkeit hinwegzutäuschen …
Naja, trotz allem mangelte es natürlich nach wie vor keineswegs an Neugier. Der weitere Weg führte daher über Regisseur Stephen Chbosky, der keine nennenswerten Produktionen auswies – doch nur vier Klicks später bestätigt sich die Annahme, dass er der Autor des 1999 erschienenen, gleichnamigen Romans ist. Spätestens jetzt schrillten meine imaginierten Trotzsirenen ohrenbetäubend: »Mach’ Dich auf Off-Kommentar gefasst! Wie sollen die tollen Weisheiten aus dem Buch auch sonst dargestellt werden?«.
Gestattete Frage: Woher die übertriebene Skepsis, diese nervtötende, bewusste Antipathie? Es ist wie eine zu überwindende Mauer, derer sich hochgelobte, augenscheinig existentielle Filme widersetzen müssen. Eine Masse zu begeistern ist schwer und einfach zugleich. Es gibt dafür schmierige Mittel, Tricks und Kniffe, die ausgespielt Effekte erhaschen. Diese Filme folgen einem ureigenen Kalkül, das es jedem von Natur aus schwer macht, sich zu widersetzen. Diese Effekte hindern am Hinterfragen der Situation, des Kontextes. Für sie zählt der Moment und nichts als der Moment, um audiovisuell zu beeindrucken. Das Spiel der Emotionen ist ein dreckiges, das aber auch – und jetzt kommt es – grundehrlich sein kann.
»The Perks of Being a Wallflower« hat da ein kleines Kunststück vollbracht. All jene Klangfloskeln von oben treffen weitestgehend zu, und t r o t z d e m bewältigt der Film ein ergreifendes Schicksal, das Freundschaft und Liebe auf eine Stufe hebt. Idealisierung hin oder her, Charlie als mauergeblümter Protagonist erfüllt auf liebenswert andersartige Weise den Stereotyp und wächst damit zum eigenständigen Charakter. Ihn und den ganzen Film begleitet ein Trauma, das die Spannung hält und erklärt. Selbst der Off-Kommenter ist maßgeschneidert und sinnvoll verankert in ein Netz aus Träumen, die rückblickend das Ziel der Traumabewältigung ermöglichen. Logan Lerman gelingt in der Rolle des Charlie ein rührender Wandel ohne Extreme, und doch mit Hang zum Besonderen.
Gestatten, eingelullt und froh dabei.

Wertung: 8.5 / 10

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Excision (2012); Headhunters (2011)

Alle Jahre wieder: Ein Text mit Doublefeature. Ein Filmabend – Zwei Streifen, die ja eigentlich so gar nichts gemein haben. Einerseits ein amerikanischer Longplayer, der aus einem Kurzfilm entsprang und durch sein lüsternd schockendes Coverdesign Neugier weckte. Andererseits ein romanbasierter Crime-Thriller aus Norwegen – hochgelobt und in ungespoilerter Manier genießbar. Doch als dann schließlich der nowegische Abspann spät abends weiß auf schwarz den Bildschirm hinab glitt, drängte sich unentwegt, fast schon anbiedernd ein Vergleich auf. Da war es schon geschehen.
Den Anfang macht »Excision«. Ohne große Umschweife wird einem hier das Lattenrost mir nichts dir nichts gegen die Stirn geknallt: In Erwartung eines Horrorfilm-Abkömmlings kippt die Stimmung flott hin zu einem widerwärtig schwarz angehauchtem Coming-of-Age-Bastard mit WTF-Allüren. Was hier vorabendlich innerhalb von 81 Minuten geschah, ist nur schwer angemessen zu beschreiben. Blut spielt da eine nicht zu unterschätzende Rolle. Viel verschiedenes Blut. Phantasien einer heranwachsenden Protagonistin bebildern ein Innenleben, das im wahrsten Sinne des Wortes verrückt scheint. In herausragender Hässlichkeit verkörpert Annalynne McCord eine von zwei Töchter, die in ein explosives Familienkonstrukt eingebettet sind. Dabei sind es die großen Gegensätze von Liebe und Gewalt, Wahn und Sinn, Fürsorge und Entsorgung, Traum und Alptraum, die der Film im Erwachsenwerden einer 18-jährigen zur Debatte stellt.
Tatsächlich steht sie im Raum. Eine ungeschönte Debatte, die nach Bewertung schreit. Allzu leicht wäre es hier für Regisseur Richard Bates Jr. gewesen, zu diktieren, zu manipulieren und Meinung zu machen. Doch der Film weigert sich, an dieser Stelle den einfachen Weg zu gehen. Er sperrt sich und lässt den Zuschauer unausgegoren zurück – mit einem Lattenrost vor den Kopf gestoßen – angesichts der Zerspielung eines Charakters. Das Schicksal dieser Protagonistin, Pauline, brennt sich ein, zumal nach 81 Minuten auf einem Punkt gestoppt wird, der unbefriedigter und offener kaum gehalten werden kann. Hier wurde in der eigenen Wertneutralität doch der einfache Weg missbraucht, in der Nicht-Auflösbarkeit Sinn propagiert. Letztlich ist das ein kleiner Wermutstropfen auf einem heißen Stein, dessen Glühen auch einen Tag nach der Sichtung kaum nachzulassen scheint.
Jedenfalls war das mal eine knüppelharte Vorlage für einen Film, der im Vorfeld einiges an Erwartung schuf. Von kantigen Plotwendungen war die Rede; absurde, skandinavisch typische Situationen sollten sich ergeben. Es hätten ja auch wieder Nazi-Zombies sein können! Nun ist das aber so eine Sache mit dem Absurden. Ohne jetzt ganz platt zu werden und zu hinterfragen, was denn schon „normal“ sei; so ganz ohne diese Frage im Hinterkopf zu behalten ist nur schwer auszukommen. Egal, vorerst. »Headhunters« startet und entsaugt auf Anhieb jegliche (Rest-)Wärme, falls denn überhaupt noch ein Funken vom Vorfilm übrig gelassen wurde. Blass-blau tönt es über den Bildschirm und es lullt Dich ein, mal wieder.
Skandinavische Filme erzeugen wie sonst wenig andere dieses Gefühl von Distanz und Objektivität, die einen selbst erst einmal auf Abstand hält, um die Charaktere bewusster hervortreten zu lassen. Hier war es Protagonist Aksel Hennie in der Rolle des minderwertigkeitskomplexten Kapitalisten Roger Brown, der im Laufe zunehmend emotionalisiert. Äußerlich eine Mischung aus Steve Buscemi und Robert Carlyle wird hier ein Typ präsentiert, der nicht zum Sympathisieren einlädt. Pauline von vorhin ja auch nicht. Doch Roger tut so, als ob er weiß, wer er ist; dabei stolpert er von einer Situation in die nächste, verliert die Kontrolle und bewahrt trotz allem sein Gesicht. Das weckt beim Zuschauer Skepsis anlässlich der fehlenden festen Charakterkontur. Es ist durchaus ein schmaler Grat zwischen eindimensionalem Typ, mehrdimensionalem Charakter und verdimensioniertem Nichtssager. Roger umgibt eine sympathieferne Ambivalenz, die den Zuschauer ganz sacht dazu verleitet auszuflüstern: »Dann stirb halt.«
Wenn das mal alle Probleme wären, mit denen »Headhunters« zu kämpfen hätte. Denn er leidet förmlich unter seinem Image. Mit zunehmender Laufzeit verfangen sich die konstruierten Situationen in ein Geflecht von Möchtegernabsurditäten, die in ihrem Extremfaktor einfach mau sind. Das ist zwar ganz nett, auch nachvollziehbar, gewiss auch gewollt Genregrenzen auslotend, doch irgendwie schmeckt das auch schon wie zum dritten Mal aufgewärmt aus dem skandinavischen Campingkocher. Nikolaj Coster-Waldau scheint jemand vom Kamerateam stets mit einem Schild zu erinnern: »Charisma! Überlegenheit! Erhabenheit!« Und schon knallt es plötzlich wieder mit dem Lattenrost. Nur jetzt kommts zum Kern der Sache: Während »Excision« innerhalb der gesetzten Grenzen mit Charaktertreue schockiert, fehlen bei »Headhunters« die Zwischentöne, die den schockierenden Charakterwandel rechtfertigen. Skepsis ist die Folge und nicht zuletzt ein verzogenes, abermals unausgegorenes Gesicht begleitet den Abspann eines interessanten Filmabends.

»Excision« – Wertung: 7.0 / 10
»Headhunters« – Wertung: 6.0 / 10

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Stoker (2013)

In Eure Vorstellung eines Nichts dringt nun ein Tisch; ein großer, voll besetzter, mit allerlei Spielfiguren und Kulissen gespickter Tisch. Euer Blick fällt dabei sofort auf die Miniaturausgabe von Park Chan-wook, dem sagenumwobenen »»Oldboy«-Regisseur« aus (Süd-)Korea. Er steht dort mit einer Amerika-Flagge in der linken Hand – hinter ihm prangt der Hollywood-Schriftzug samt zahlreichem, neugierigem Publikum, das sich drängt auch nur einen Blick zu erhaschen. Das Interesse gilt einem zerfurchten Gesicht: Es ist von Leid zerfressen, aus ihm spricht das blanke Entsetzen, es scheint von wahnsinniger Rache besessen. Da ist noch mehr … ein bleckendes Grinsen zeigt zwei Eckzähne, die auffällig spitz hervorstechen. Geronnenes Blut bedeckt beide Mundwinkel, die Zunge verharrt in zurückhaltender Position. Der rechte Arm des Regisseurs hängt herunter und umschlingt eine Waffe, eine Art Beil, das Bluttropfen offenbart.
Angewidert wandern eure Augen weiter zu einer großen, weiblichen Figur. Während Park Chan-wook eben noch trotz Spielfigurgröße Dynamik ausstrahlte, erscheint dieses Abbild starr und regungslos. Das eiserne, ausdruckslose Gesicht fixiert dabei einen Punkt, gar nicht so weit in der Ferne: Tom Cruise. Tatsächlich posiert dort Nicole Kidman in aalglatter Haltung, geschnürt in ein Abendkleid, in abgebrühter Gewissheit, dass ihr allein all die neugierigen Blicke aus dem Hintergrund gelten. (Cruise am Rednerpult winselt übrigens um Eure Aufmerksamkeit, die Ihr ihm natürlich nicht schenkt!) Euer Augenpaar star(r)tet dagegen bei Nicole Kidmans funkelnden Äuglein, deren Blick ihr gespannt mitverfolgt – unsichtbar an einer Schnur geführt – durch Cruise hindurchgleitend.
Schließlich verharrt Ihr auf zwei weiteren, eher unscheinbaren Figuren. An ihnen prangen Namensschildchen: »Mia Wasikowska (Jane Eyre)« und »Matthew Goode (gutaussehend)«. Mia wirkt bieder, unscheinbar und irgendwie gewollt mauerblumig. Ihre Klamotten stauben antiquiert, einfach nicht zeitgemäß. Ihr Gesicht ähnelt in unheimlicher Weise dem von Nicole, nur ehrlicher, weniger verbraucht, ohne echte Makel. Eine Porzellanschicht dient als unsichtbarer Überzug – zwar zerbrechlich und doch nach außen hin stark, jedenfalls interessant. Im Gegensatz zu Kidman. Noch interessanter erscheint auf den zweiten Blick Matthew, der neben gutem Aussehen vor allem eines hat: Charisma. Sein Charme zieht Dich in seinen Bann. Du kannst nicht aufhören ihn anzustarren. Du hättest es einfacher, wenn er einfach zurückstarren würde, doch den Gefallen tut er Dir nicht. Während er Dich immer wieder mit seinem Blick einfängt, fällt Dir erst jetzt seine bedrohliche Nähe zu Mias Figur auf. Biedert er sich an? Seine Mundpartie erinnert Dich an Park Chan-wook! Auch Nicoles anfängliche Ausdruckslosigkeit hat sich gewandelt. Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, fadenscheinig ist ein besorgniserregender Gesichtsausdruck entstanden. Die Szenerie wirkt im Dunst der dämmernden Dunkelheit wesentlich bedrohlicher als noch kurz zuvor. Mias Minenspiel glänzt nun in morbider Faszination.
„Was zur Hölle ist da los?“ magst Du Dich fragen, und dabei hast Du nur einen Hauch von Blick auf eine Kulisse voller Klischees geworfen, die Dich bzw. Uns durchfluten. Wirf daher nun besser einen letzten, ganzheitlichen Blick auf Dein imaginiertes Gruselkabinett. Nimm dann Deinen Arm und räum’ mit aller Kraft den ganzen Tisch ab bis er völlig leer ist. Der Schauplatz und die Figuren purzeln in ein bodenloses Nichts.
Wieso hast Du das getan?
Im Grunde ist es ganz einfach. »Stoker« ist wie Treibsand. Eine Abart von Feel-Bad-Movie im angestaubten Gewand transformiert sich in einen Strudel von Inszenierungskunst, die keinen Raum für Zufallseinstellungen bietet. Ausnahmslos jede Szene ist des Abfotografierens wert und überzeugt doch erst im Zusammenspiel mit allen Sinnen. Obiges Beispiel eines Tischschauplatzes ist nur ein Standbild, das zwar auch funktioniert, indem es Interesse weckt. Und dennoch fehlt die Erweiterung auf mehrere Ebenen, was Park Chan-wook in außerordentlicher Weise gelingt, dieser Text dagegen nicht spiegeln kann. Musik, Ton, Geräusche und Symbole verkommen im filmischen Ganzen nicht zum Selbstzweck, sondern erfüllen stets interne Funktionen. Diese Funktionen dienen dem Zuschauer als Schlüssel, um hinter die geheimnisvollen, vielschichtigen Charaktere dieses Spiels zu blicken. »Stoker« schafft es, die Schlinge immer enger zu ziehen, nur um dann im Fieber abrupt zu .

Wertung: 9.5 / 10

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Der Mann mit der Kamera (1929)

„Der Mann mit der Kamera“ ist ein experimenteller, dokumentarisch anmutender Stummfilm aus dem Jahre 1929 des russischen Regisseurs Dziga Vertov, welcher ein montageartig zusammengefügtes Porträt eines Tages in drei russischen Städten darstellt und gleichzeitig als ein Hohelied auf den sowjetischen Sozialismus, die Mechanisierung und die Urbanisierung sowie die Revolution des Proletariats betrachtet werden kann. Vertov selbst zufolge, ist sein wohl berühmtester Film eine „theoretische Stellungnahme auf der Bildwand“ und ein Konglomerat der von ihm auf Zelluloid gebannten Fakten. Insofern entspricht sein Werk der Doktrin der „Kino-glaz“-Gruppierung um den Regisseur, im Rahmen welcher die Kamera als ein Instrument propagiert wird, welches zur Darstellung tatsächlicher Geschehnisse im menschlichen Leben diene und somit in Opposition zu der vermeintlichen Unvollkommenheit des menschlichen Auges gestellt wird. Des Weiteren intendierte die Gruppe die „Säuberung der Filmsprache durch Verzicht auf Filmatelier, Schauspieler, Bühnenbildner und literarisches Szenarium“, wodurch sich auch das bereits zu Beginn des Films angekündigte Fehlen der ansonsten in Stummfilmen üblichen Zwischentafeln erklärt.
In „Der Mann mit der Kamera“ wird Vertovs Ziel der „absoluten Kinographie“ offenbar, welche dem Ideal zufolge selbst auf ihre Konstruktion und auf ihr Wesen als Artefakt verweist: „Gerade in der überschwänglichen Begeisterung für die Errungenschaften der russischen Revolution, im propagandistischen „Überschuß“, legt Vertov offen, dass er die vorgefundene sichtbare Welt interpretiert“. Daraus ergibt sich das Selbstbild eines Künstlers, welcher das Medium Film, bzw. vielmehr die Kamera, mit der Intention verwendet, das (Arbeiter-)Leben ebenso zu dokumentieren wie es ist, der sich aber gleichzeitig bewusst ist, dass eine solche Darstellung zugleich immer ein gewisses Maß an Konstruktion durch den Kunstschaffenden zwangsläufig implizieren muss. Damit einhergehend konstatiert Vertov drei Reflexionsebenen des Films: 1. „Das Leben als solches“ auf der Kinoleinwand, 2. „Das Leben als solches“ auf dem Film (Zelluloid), sowie letztlich 3. „Das Leben als solches.“
“Der Mann mit der Kamera” ist eine Verbildlichung der Ideale Vertovs. Die Kunst des Filmemachens wird hier als schwere Arbeit gezeigt, der Künstler selbst somit als Teil der arbeitenden, nicht entfremdeten Gesellschaft, ganz im Geiste Lenins also. Dennoch repräsentiert er eine Instanz, die auf jenes In-die-arbeitende-Bevölkerung-intgriert-sein hinweist und das Klassenbewusstsein perfektioniert, der Künstler stellt somit also doch ein Souverän dar. Insofern ist “Der Mann mit der Kamera” auch dank seiner vielfältigen Referenzen auf die Geschichte der Entstehung des Films eine Reflexion sowhl über die vermeintliche Aufgabe des Mediums als auch über deren Grenzen: Die Kamera repräsentiert die Masse, bleibt aber dennoch stets außenstehend.
Analysiert und betrachtet man Vertovs Werk hinsichtlich ästhetischer und filmhistorischer Aspekte, ist “Der Mann mit der Kamera” ein interessanter Gegenstand (dieser Artikel war ursprünglich auch ein Beitrag zu einem Seminar), unkommentiert bleibt dieser dokumentarische Avantgarde-Klassiker sperrig und zuweilen anstrengend. Für Interessenten der Filmwissenschaft -und geschichte ist dieser Meilenstein jedoch ein Muss!

Wertung:
7.0/10.

Weiterführende Literatur:
Tsivian, Yuri: Einige Überlegungen zur Struktur des Films Der Mann mit der Kamera. In: Drubek-Meyer, Natascha (Hg.): Apparatur und Rhapsodie: zu Filmen des Dziga
Vertov. Frankfurt a.M. 2000. S. 119-146.
Vertov, Dziga: Schriften zum Film. Hg. von Wolfgang Beilenhoff. München 1973.Vertov, Dziga: Tagebücher/Arbeitshefte. Hg. von Thomas Tode, Alexandra Gramatke. Konstanz 2000.

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