Moon (2009)

Es ist wirklich schade erst jetzt einen dieser derart faszinierenden Filme in den Kinos begrüßen zu dürfen, der eine solch atmosphärische Dichte aufzubauen versteht – ‚Moon‘ hat mich gebannt und verdient viel mehr Aufmerksamkeit als ihm derzeit entgegengebracht wird. Daher nun dieses Review, wobei der Plot-Twist hier natürlich nicht verraten werden darf, einige Ansätze aber doch in den Vordergrund gestellt werden sollten, um noch viele andere zu ergreifen.
Sam ‚Bell‘ Rockwell ist ‚the-one-and-only‘, der die futuristische Gesellschaft der Erde mit der nötigen Energie vom Mond versorgt. Lediglich mit einem von Kevin Spacey gesprochenen Roboter verweilt er einsam und allein auf (s)einer Station, von der er nach 3 Jahren Vertragslaufzeit wieder auf die Erde zu seiner Familie zurückkehren darf – bis er schließlich anfängt zu verstehen.
Mehr wusste auch ich nicht, als ich mich 96 Minuten fesseln ließ. Zu einem Erlebnis wurde ‚Moon‘ jedoch nicht aufgrund der überraschenden Wendung im Plot – und das ist der springende Punkt – denn auf der reinen Ebene der Handlung war das auf die Leinwand projezierte schon desöfteren da. Doch diese rein oberflächliche Erkenntnis als ‚Ach-das-ist-jetzt-wieder-so-ein-Film‘ abzustempeln würde das mögliche, bevorstehende, fesselnde Szenario umgeben von Moral, Individualität, Vergänglichkeit und Illusion mundtot machen. Sam reißt einen selbst nur mit, wenn man mitgerissen werden will und eben nicht auf externe Spannungsbögen und Effekthascherei abfährt. Die Inszenierung verdreht das eigentlich Offensichtliche der Handlung hin zu einem mitfühlenden Drama versetzt mit bedrückenden, aber auch in gewisser Hinsicht befreienden Gefühlen fernab der eigentlichen Handlung – wohlgemerkt: man ist dazu in der Lage sich in Sams Situation(en) zu versetzen. Dann ist ‚Moon‘ ein wirklich packendes Abenteuer für einen mitdenkend fühlenden Zuschauer, der hin und her gerissen nicht mehr weiß, was überhaupt (un-)menschlich ist.
Unbedingt anschauen!

Wertung: (nur) 9.0 / 10 (aufgrund diverser Inkonsequenz im Geschehen)

Andere, von uns geschätzte Worte zu diesem Film:

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