Stay (2005)

Dieses Review entsteht aus der viermaligen Sicht eines Filmes, der sich zurecht einer meiner Lieblingsfilme nennen darf. – Oha! – Das schreit ja förmlich nach einer subjektiv-einseitigen Auseinandersetzung mit dem filmischen Material, sodass womöglich ein von Lobhudeleien umgebenes, kitschig anmutendes Kritikgedicht entsteht, das in der kunstvollen Selbstinszenierung seinem angepriesenen Meisterwerk ‚Stay‘ in nichts nachstehen will…
Oder aber folgt vielleicht doch ein Text, der nüchtern die zweifelsohne künstlichen Überblendungen der einzelnen Szenen bzw. Bilder zu würdigen weiß und dabei zugleich auf die Verwobenheit der intern imaginierten Geschichte mit der real-existenten Handlung einzugehen versteht?
Ähnlich wie Regisseur Marc Forster nie das Ganze, den ganz großen Zusammenhang aus den Augen zu verlieren scheint, so wird sich dieses Review ebenso an diese großartige Vorgabe halten und zwischen punktueller Detailverliebtheit und zusammenhangstiftender Vervollkommnung vermitteln. Denn ‚Stay‘ bildet definitiv, objektiv gesehen, eine Einheit, ein bebildertes Gesamtkunstwerk, das verstanden werden will. Wie also anfangen?
Zum besseren Verständnis ist zunächst oftmals eine Wiedergabe des Inhalts sinnvoll. Hier jedoch würde eine solche Darstellung den Film eingrenzen und bereits im Vorfeld die pinibel durchkomponierte Geschichte mit ihrer bis ins Kleinste durchdachten Planung zerstückeln, kaputt machen. Vielmehr sei erwähnt, dass wir nicht erst seit ‚Matrix‘ wissen, dass in der Wiederholung die Lüge, die Illusion steckt. Das genügt als Hinweis für den aufmerksamen Zuschauer den Inhalt zu begreifen. Doch ‚Stay‘ ist, wer hätte es gedacht, mehr als nur bloßer Inhalt. Die Form, die Art und Weise der Inszenierung steht in Einklang mit der Geschichte eines eigentlich ganz normalen jungen Mannes, dessen selbst auferlegte Vorwürfe ihn in einem Zustand des Stillstandes aufzufressen drohen. Ohnmacht befällt ihn und Menschen umgeben ihn. Daraus entsteht seine eigene Geschichte, sso wie jeder Mensch inmitten eines Selbstentwurf existiert und stets versucht mit seinen persönlichen Problemen klar zu kommen. Eben diese Geschichte konstruiert sich jeder Zuschauer in der mannigfachen Detailverliebtheit selbst, wobei Anfang und Ende des Films die Geschichte selbst umrahmen und der Zusammenhang schließlich durch das Zusammenwirken aller Eindrücke gebildet wird. Wie ein Kunstwerk.
Zugegeben: Das war grad kitschig.
Außerdem: Ich dachte ein Review zu einem meiner Lieblingsfilme würde länger ausfallen.
Zum Glück: Viele Absätze verlängern einen Text und machen ihn besser lesbar.
Nicht lustig, aber: Egal was dieser Text darstellt, er zeigt in seiner Verschachtelung meine tiefe Verbundenheit zu einem Film, der mich tatsächlich zu tränen rührte – und das sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte… —

Wertung: 10 / 10

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