The Roommate (2011)

Ein Film zum Vergessen, den ich dagegen wohl nicht so schnell vergessen werde: Ist es doch immerhin meine erste Sneakpreview nach beinahe 6 Jahren gewesen. Den sneakigen Knockout bescherte mir im Jahre 2005 das 135-minütige (bis heute ein Running-Gag) Historienepos ‚The New World‘, das meine bzw. unsere (damals freudigen) Erwartungen auf ‚Underworld Evolutions‘ mit einem starr-stummen Colin-Farrell-Hundeblick zerschmetterte und mich gefühlte 270 Minuten in einen lulligen Wattekokon der unausstehlichsten Langeweile manövrierte. (Und ich hielt es aus, weil ich dafür bezahlt hatte!) Tatsächlich verstehe ich erst jetzt meine damaligen Empfindungen. Denn eine Sneak spielt mit deinen Erwartungen Kinderkarussell, verwirrt dich und deine bisherigen Erfahrungen, da sie dir Filme in hochwertiger Qualität offenbart, die du wohl sonst gekonnt umschifft, bewusst ignoriert, oder aber unbewusst einfach verpasst hättest. – Naja, zugegeben: All das hätte ich mir auch für ‚The Roommate‘ gewünscht und trotzdem entwickelte auch dieser miese, kleine, an Vorhersehbarkeit und Klischees kaum zu übertreffende Teenie-Abklatsch ohne Ecken und Kanten seinen ganz eigenen Charme auf der großen Leinwand. Die zwangsläufige Folgeerscheinung war ein fast gänzlich lachender, spottender Kinosaal, was für eine angenehme Abendunterhaltung sorgte und die Schwächen des Films auf diabolische Art und Weise karikierte. Denn wann wird ein Film vorhersehbar? Wenn er kopiert und Klischees gezielt tradiert. Die Entlarvung der in diesem Streifen durchaus frech durchkomponierten Szenarien gestaltet sich für erfahrenere Zuschauer natürlich wesentlich einfacher als für unerfahrenere. Demnach kann man wohl guten Gewissens behaupten, dass sich das dargebotene Zur-Schau-Stellen (NICHT Schauspiel!) an Jugendliche richtet, deren Klischees für eine heile, schlüssige Welt nunmal bedient werden müssen. Ich persönlich halte den Film für eine Beleidigung bzw. ein mich für dumm verkaufendes Stück Mist, das verspottet werden sollte. Sonst glaubt am Ende wirklich noch jemand an eine solche (wie im Film dargestellte) Form des Kunststudiums bzw. des Studiums allgemein, oder an natürlich immer heiß aussehende Lesben oder an ach so gruselige Falscher-Duschvorhang-Ich-bin-hinter-dir-Szenen……oder halt an innovative Teeniefilme.

Wertung: 1.5 / 10

…übrigens ist diese Graupe von Film der Startschuss für einen allwöchentlichen Preview-Review-Marathon, der so zugleich die neue Sneak!-Kategorie ins Leben ruft. Viel Spaß künftig damit.

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