Die Relativitätstheorie der Liebe (2011)

Sneak!
Wäre der höchstens fürs ARD-Frühabendprogramm adäquate Schmonzetten-Titel wie üblich im Vorspann erschienen, hätte ich wohl sofort entrüstet das Kino verlassen. Auch als ich nach wenigen Sekunden realisierte, dass es wohl bei meinem ersten Sneak-Besuch seit langem vermutlich wieder auf einen Rohrkrepierer hinauslaufen würde, noch dazu einen aus Deutschland und ohne Zombies, Blut und abgetrennten Körperteilen, wäre ich beinahe gegangen… und hätte einen netten, herzigen Film verpasst.
Die episodenartige romantische Komödie „Die Relativitätstheorie der Liebe“ lebt von den beiden HauptdarstellerInnen Katja Riemann und Olli Dittrich, die alle relevanten Charaktere des Films, und das sind nicht weniger als 10 an der Zahl, glaubhaft verkörpern. Obwohl sämtliche Figuren recht überzeichnet wirken, teilweise gar ein wandelndes Klischee darstellen, gelingt es beiden Mimen meist, Albernheiten gekonnt zu umschiffen. Dabei dürfte sich selbst der härteste Macho-Macker des Kinosaals dabei erwischen, Sympathien für die Charaktere zu entwickeln und sich dabei das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen zu können. So stört es auch nicht sonderlich, dass der Gehalt der Story gegen Null geht und die Verknüpfung der einzelnen Episoden derart vorhersehbar und gekünstelt wirkt, dass der Begriff „Nummernrevue“ deutlich passender erscheint als etwa „Episodenfilm à la „Short Cuts““. Die titelgebende, auch im Film erläuterte Relativitätstheorie der Liebe offenbart dem Zuschauer auch nicht gerade einen Jungbrunnen an Weisheit, aber aus dem Mund des von Dittrich verkörperten Stevie Lehmann hätten wir das ohnehin nicht erwartet. Stevie ist eben einfach cool.
Trotz vieler Macken ist „Die Relativitätstheorie der Liebe“ eine widererwarten sympathische, herzerwärmende, kleine Komödie, die den nett unterhaltenen Zuschauer gut gelaunt aus dem Kino entlässt.

Wertung: 6/10.

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