Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 (2011)

Ein Patronus für Harry Potter! Möge ein spielerischer Text dem Stigma der als trivial deklarierten Kinder- & Jugendliteratur ein Denkmal verpassen – das Lesen geschieht auf eigene Gefahr.
Denn bereits dieser sagenumwobenen Einleitung mitschwingend muss ein Unheil verkündender Zauberstab gebrochen, ein – nein – vielmehr der Fluch der Hypeisierung gebannt und zugleich ein Magie versprühender Zauber »Für das Wunderbare« ausgesprochen werden, sodass einem – nein – vielmehr allen stilisierten Menschen des namensgebenden Harry-Potter-Kosmos‘ eine Form des Tributs gezollt wird, der ihrer Art ein in würdigendem Lichte erstrahlendes Antlitz spendiert. Verwende man nämlich eine zwar magisch klingende, keck und flink wirkende Abart einer Zauberersprache, missfiele dies den sogenannten Muggeln, da gar niemand sie verstünde. Tauche man dagegen die virtuelle Tinte in ein bieder stupides Sprachfass voll normgetreuen Einheitsbreis, würde dies für jene Zauberer womöglich einem Osterfeste Lord Voldemorts gleichen. Nein. – Vielmehr schwelgen diese jene meine Finger in samtiger Erinnerung an die erst zuletzt ein weiteres und garantiert nicht zum endgültigen Male vergangene Zeit rund um den vermeintlich Auserwählten, den Überlebenden des wohl schrecklichsten Fluchs des wohl grenzenlosesten Zauberers, der je sein Dasein auf einer Erde wie dieser [oder auch jener, im Sinne der Phantastik] fröhnte. Erinnerungen, deren mediale Entfaltung dual versetzt abgelaufen ist, deren erlesene Existenz durch die der audio-visuell-konzentrierten Filme ergänzt und auf einer anderen Ebene weitererlebt wurde. Bis zu diesem, alles erfassenden und doch fließenden Zeitpunkt, an dem sie wieder in ihr ursprünglich ermöglichendes Medium, dem Text, gebannt werden, verging eben jene reichhaltige Zeit und hinterließ genügend Spuren magischer Reflexion, die allumfassend und hochgradig lebendig erscheint. Der gegenwärtige Ausdruck mag dementsprechend speziell anmuten, doch der Eindruck, den »Harry Potter« in mir durchdringend entfaltete und entfalten wird, ist nunmal ein Besonderer.
Um nun in den zu charakterisierenden Zyklus einzutauchen und der vielsäftigen Magie auf die Spur zu kommen fühlt sich der Text dazu bewegt zunächst eine durchaus berechtigte Frage ins Zentrum zu rücken: »Wer bzw. was ist Harry Potter?« Die mit Sicherheit in keinstem Falle Zufriedenheit spendende Antwort ist abermals eine mannigfaltige. »Harry Potter« als Identität existiert jedenfalls – spätestens nach Durchfliegen dieses Textes – in all unseren Köpfen, wobei die jeweils individuelle Ausprägung in der Struktur des Denkens mittels emotional bewertender Kriterien die rein sachliche Entfaltung bspw. hinsichtlich des simplen Erscheinungsbildes bei Weitem überflügelt. Und eben jene emotionalen Bewertungsautomatismen vollführen eine Grenzziehung, eine Verschränkung gegenüber der entitätslosen Identität »Harry Potter«, sodass eben diese, ja eigentlich nicht zu leugnende Existenz, Opfer einer zu kurzsichtigen Charakterisierung wird. Verlässt demnach ein flapsig verstolperter Satz vorschnell den Mund mitsamt den Lippen [bspw. auch in schriftlich übetragener Form: »Pssst, Harry Potter ist doch was für Kinder« oder auch »Das Buch war viel besser als der Film«], so ist auch schon ein neuerliches, weitreichend tragfähiges Lautgeflecht in die Öffentlichkeit gedrungen, das dem rohen, diamentenen Rezeptionscharakter »Harry Potter[s]« einen weiteren Schliff zusetzte. Dabei vergisst das existierende Bewusstsein in Lautgestalt allzu gerne die Explizierung der referierenden Entität. Simpel klingender ertönt [bzw. erschwärzt-auf-weiß-sich] in gar zu seltenen Momenten die Ursache, auf derer man seine [meist wertende] Aussage bezieht. Ist im gegenwärtigen Fall nun die Romanfigur »Harry Potter« innerhalb der kosmischen Buchvorlage gemeint, oder gar spezieller jene jünglich verschüchterte Version aus dem ersten Bande in Bezug zum verbittert manipulierten Campingopfer aus dem letzten? Oder ist vielleicht doch der visualisierte »Harry Potter« im Fokus, dessen Geist von Schauspieler Daniel Radcliffe seit Anbeginn versucht wird ädaquat zu verkörpern? Und inwieweit ist welcher Harry Potter was für Kinder, inwieweit denn genau das Medium des Buches überhaupt besser als das des Filmes? Warum schwingt das nicht zu leugnende, negativ konnotierte Wertungsparadigma in solch Sätzen mit? Wer gerät hier überhaupt in die Kritik und wird Opfer einer sich stetig entwickelnden Hypeisierung rund um den Erfolg eines zum Franchise verkümmerten Gedanken an das Wunderbare? Liege ich als ein mich in die Diskussion einreihendes, schriftsprachliches Meta-Textkonstrukt derart falsch, wenn ich bloß versuche dem Ursprung nachzugehen, der erst die geballte Flut an Kommentaren bestehend aus sich gegenseitig bashenden Anti-Wellen hin zum letztlich manifestierten, weil ausgesprochenen Hype auslöste? Hiermit beschwöre ich höchstfeierlich einen Patronus zum Schutze von »Harry Potter«, dessen Gestalt die eines begründenden Denkanstoßes gleichen wird, sodass das gewisse Etwas in »Harry Potter« zwar geschützt, jedoch gleichermaßen keineswegs verharmlost bzw. beschönigt wird. Ein Patronus also, der es versteht das mitfühlende Glück all jener zu bewahren, die ins Verwirrspiel der Identifikationen geraten sind und zugleich die wie-auch-immer geartete Seele eines zum Zauberer erwählten jungen Erwachsenen zu bewahren, der eine Chance auch auf der großen Leinwand verdient hat.
Wären wir nun auch endlich bei der filmischen Repräsentation des achten Teiles der ursprünglichen Septologie angelangt. [Man verzeihe den Damen und Herren vom Film das fehlende Fingerspitzengefühl für magische Zahlen – interpretieren wir die Zahl »8« eben als nie enden wollendes Unendlichkeitsphänomen pro filmischer Reproduzierbarkeit – und nicht im Sinne von, wie bösen Zungen behaupten, als Marketingstreich zur Geldanhäufung, die ja leider allzu realitätsnah ist] Wenn ich als Text also nun versuche »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 – Untertitel: »It all ends here«« zu bewerten, dann sollte dieser auf seinen interpretatorischen Anspruch im filmischen Gesamtwerk reflektiert werden, d.h. ein harmonisierender, erläuternder Abgleich mit der bzw. den literarischen Vorlage[n] stattfinden, ebenso auf die Stärken bzw. Schwächen des jeweiligen Mediums hin- und verwiesen, sowie zuallerletzt auf mögliche Vorschläge zur »Veränderung« [wohlgemerkt eben nicht zur wertenden Verbesserung] eingegangen werden, sodass ein Konglomerat entsteht, das mit dem Hype umzugehen weiß, sauber voneinander trennen kann und doch irgendwie das Besondere, das im Innern schlummernde, spezifisch »Magische« Ab und An ein Stück weit hervorblitzen lässt.
Doch zunächst ein kleiner, aber feiner Abschnitt, der sich mit der in keinstem Falle abwertenden Minderheit der Buchunkundigen befasst. Diese Masse besitzt sowohl einen rezeptionsästhetischen Vorteil als auch einen wohl unersätzlichen Nachteil. Rezeptionsästhetisch gesehen fällt der ewig leiernde Vergleich mit der Buchvorlage weg, wenn auch nicht einhergehend mit dem volständigen Entzug des Hypes um »Harry Potter« allgemein. Diese Zuschauer erleben einen Film wie einer unter vielen existiert. Junge, der das Zaubern erlernt, der Held der Story, neue Schule, neue Klasse, erstes Abenteuer, dann das nächste, neue Freunde, neue Feinde, dann neue Verwandte, ein bisschen Zeitreise, dann ein Turnier, wieder neue Klassen, neue Schulen, dann Korruption und Gesellschaftskritik, Nazi-Regime-Vergleich, dann wiederum Love-Story und schließlich eine abgedrehte, verwirrende Story um eine Seelenspaltung, einer Suche, ergänzt durch neue Artefakte, einem Wettlauf gegen die Zeit, dem großen Finale und Ende. Das alles geschieht demnach im Zeitraffer, wird mal eben wenn auch 3-stündig, aber dennoch kurzweilig konsumiert, die Beziehungsebene wird angerissen, verliert bis zur nächsten Begegnung jedoch wieder ein wenig an Reiz und wird dann aufs Neue hin angeregt, wenn ein neuer Teil erscheint und man dann erfahren will wie es weitergeht. Dieser Aspekt ist ein echter Konflikt – kennt die eine Masse doch schon die ganze Story und durchblickt federführend die Verweise, Handlungsstränge und Details, will die hier thematisierte, geringere Masse eine Story geboten bekommen, die sich an Spannungsbögen orientiert. Ok, diese sind zugegebenermaßen in die Buchvorlage integriert und können doch nicht aufgrund der fehlenden Zeit und Detailtreue ungekürzt übernommen werden. Es entsteht schließlich ein Konflikt der Masse, der im Folgenden noch weiter ausgeschlachtet wird. Die Zuschauer ohne genauere Vorkenntnis haben zu allem Überfluss auch noch eine angeregtere Erwartungshaltung als üblich, da sie durch den entstehenden Hype vermittelt bekommen, etwas Besonderes sehen zu müssen. Den Film dagegen schlichtweg als das anzunehmen, wozu er in der Lage ist, scheitert demnach auch in den meisten, wenn auch nicht allen Fällen. Festzuhalten bleibt, dass allein die Wahrscheinlichkeit auf einen bewertungstechnischen Mega-Erfolg für dieses Publikum relativ unwahrscheinlich ist, weshalb es interessant wird gleich Parallelen bei der großen Masse festzustellen – den Spezialisten, den Fan- und Hateboys.
Anzumerken sei an dieser Stelle vielleicht, dass sich bisher viele hier auftretende Wortgeflechte in eher unspezifisch formaler Hinsicht auf den eigentlichen Film zu beziehen scheinen, um den es doch hier normalerweise gehen sollte. Mache man sich jedoch begreiflich, dass es manchmal expliziter denn impliziter ablaufen muss, sodass formale Parallelen zwischen einzelnen Kritiken erkannt werden können und diese sich womöglich unvorstellbarerweise auch noch krümmen im Unendlichen, dann erzwingt dies einen Bruch mit der Norm. Denn mittlerweile dürfte auch dem letzten inceptioniert worden sein, dass der Auftakt der »Harry Potter«-Reihe wohl eher einem kindlich spielerischen Charakter gehorchte, während grade besagter letzter Teil bisweilen eine gewisse realistisch wirkende Härte ausstrahlte, ein Feuerwerk entfachte, sei es im seelischen Innern oder aber gebannt auf der Leinwand, für alle ersichtlich. Dies mag zwar ersichtlich, aber entweder auf die unterschiedlichen Regisseure Chris Columbus und David Yates zurückzuführen sein, deren Vorlieben auf diese Weise unterschiedlich bedient wurden, oder es geschah schlichtweg eine schicksalshafte Wandlung eines 11-jährigen Jünglings hin zu einem Volljährigen, dessen ambivalente Neigungen einen Prozess widerspiegelten, der in dieser weitreichenden Form seinesgleichen suchte. Nunmal ganz abgesehen von den jeweiligen Intentionen der Filmemacher, Produzenten, auch der Autorin J.K. Rowling etc. [denn diese spielen schlussendlich doch nur eine bedingte Rolle, da es eine Glaubensfrage ist auf die Existenz vorgefertigter Interpretationen zu vertrauen – vor allem im post-strukturalistischen Zeitalter] – Der Film »Harry Potter« zehrt von der Buchvorlage, auf immer und ewig, was zugegeben in genauer Betrachtung auf sehr viele Filme zutrifft, diese Quellen jedoch nicht in einem derartig populären Bewusstsein vorherrschen, da sich eben nicht die Mehrheit der Menschen über die Ursprünge eines Mediums im Klaren ist bzw. sein will, teilweise aufgrund zu hoher Belastung, Zeit, Stress usw. Dagegen hat jeder irgendwie schonmal von einem Drehbuch gehört, das als Grundlage fungiert, um die jeweiligen Bilder erst visualisiert explodieren zu lassen…
Komisch. Eigentlich dürften bereits jetzt keinerlei vergleichende Aussagen mehr getroffen werden, die sich mit den Geschehnissen in der literarischen Vorlage befassen. Wäre da nicht die faszinierende Erinnerungsgabe, die Menschen bisweilen unter Zwang setzt, Äußerungen in Abgleich mit der Vergangenheit, den gemachten Erfahrungen zu tätigen. Daher nimmt nun dieser formulierte, schützende Patronus die Leute vom Film in Schutz, deren niemals adäquat zu bewältigende Aufgabe es ist, ein knapp 5000 Seiten umfassendes Gesamtwerk in vor noch höherer Explizitheit strotzendere Drehbücher zu schreiben, zu transferieren, zudem dann den Schauspielern den nicht näher zu fassenden Geist der Reihe zu vermitteln, sodass diese wiederum angepasst auf eine schier grenzenlose Masse an Zuschauern verschiedenster Kulturen genau den Harry, die Hermine und den Ron mimen sollen, den sich jeder einzelne individuell in seinem Köpfchen erlesen hat. Davon mal abgesehen muss dann sinngemäß konsequent ein zwar bewundernswerter, jedoch eher am Rande auftauchender Charakter wie z.B. Aberforth, immerhin der Bruder des großen Dumbledors, von der Bildfläche weichen. Damit einhergehend muss dann wiederum eine inhaltliche Ebene nahezu begraben werden, dessen Prestige wohl für manche Zuschauer einen gleichberechtigten Faktor ergibt wie der des familiären Hintergrunds und gleichzeitigen Nieder-/Untergangs der Familie Malfoy. Die Betonung liegt im vorigen Satz auf »nahezu«. Ließe man die auf die Gesamtheit gesehen winzige, kleine, als vermeintliche Nebensächlichkeit angesehene, jedoch deshalb nicht weniger wichtige, weil das Bewusstsein für das über allem stehende, GRÖSSERE WOHL ALLER schärfende Zweigverästelung rund um die Familie Dumbledore »völlig« weg, so würde dies dem unreflektierten Zuschauer noch gewaltiger aufstoßen, die Kassen künftig noch weiter leeren und – … sie wissen schon. Ich gebe ja zu, dass auch das nur ein verschwindend geringes Beispiel ist und derer Nennung es noch mehr gibt und eigentlich bedarf, eine Diskussion jeder einer aber mit sich selbst führen sollte, sodass die angesprochenen Hintergründe in ihrer angestrebten Gesamtheit auch in eine Bewertung einfließen. Will man nämlich, was ja nach wie vor der vorgegebenen Zielsetzung entspricht, »Harry Potter« bewerten, so muss man sich darüber bewusst werden, dass man ihn schlechterdings nicht richtig, ausgerichtet an einer Norm, bewerten kann. Vielmehr ist er zu einem Markenprodukt unseres Bewusstseins mutiert und verlässt dieses auch vorerst nicht, weshalb andere Filme mit geringerer öffentlicher Aufmerksamkeit auch eine weitaus freiere, unvoreingenommenere Bewertung erfahren können, als ein bzw. mehrere Filme aus dem Hause Hogwarts, die in vollständiger Abhängigkeit zur imaginierten Wirklichkeit der besagten literarischen bzw. nicht-literarischen Vorlagen existieren. Das soll jetzt schließlich nicht heißen, dass Regisseure einen Interpretations-/ und zugleich Bewertungsfreischein erhalten, wohl eher, dass die Zuschauer sich vor ihrer wertenden Kritik über die Ursachen, den Maßstab [*mit zwinkerndem Verweis auf den Zauberstab] klar sein sollen, um dann sinnvoll und angemessen kritisieren zu können. [Wichtig: Hier steht nicht richtig und objektiv kritisieren!] Dazu gehört zweifelsohne, dass es nach diesen ausformulierten Gedanken wesentlich sinnvoller und angemessener erscheint, dass »Harry Potter« in filmischer Gestalt einen ersichtlichen Mehrwert an Actioneinlagen, visuellen Spielereien, Effekten und Tricks offenbart. Warum auch Dialog an Dialog reihen, die Visualisierung der Emotionen, Handlungen – des »Zaubers« sollte doch geschehen und unterhaltend überwältigen. Schafft es ein Regisseur wie David Yates die Waage zwischen Anspruch und Action zu halten, demnach die übergeordneten, dualistisch anmutenden Topoi wie Freundschaft, Schicksal, das Phänomen der Masse, Gut Vs. Böse, Vertrauen, Liebe, Übermut und Understatement, Gerechtigkeit und List zu verbinden mit greifbareren Kategorien wie Unterhaltung, Witz, Kurzweil und Gebanntsein, dass das soeben gesehene einen selbst weiterbringt in der jeweiligen Persönlichkeit und diese individualisiert, ja – daran kann man dann zurecht die Güte eines Filmes messen. Existieren aber wie im Falle »Harry Potter« und dessen vielfach gelesener Buchvorlage außerordentlich vielfältige Beispiele für all jene Elemente der obigen, natürlich unvollständigen Liste und legt zugleich jeder Zuschauer aus besagter Masse einen anderen Schwerpunkt auf unterschiedliche Beispiele, bleibt eine zu Unrecht herabwürdigende Gesamteinschätzung des wie auch immer gearteten Phänomens »Harry Potter«. q.e.d.
Was bedeutet das alles jetzt konkret für »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2«? Der Medientransfer hin zum Bild dürfte als gelungen bezeichnet werden, da sämtliche Kategorien, wenn auch meist auf subtiler Ebene, angedeutet und reflektiert wurden. Das Dilemma der angemessenen schauspielerischen Leistung wurde elegant durch das Hereinwachsen der Schauspieler in ihre Rollen gelöst, Handlungsstränge wurden in vielfachen, positiv zu wertenden Ansätzen versucht miteinander zu harmonisieren, auch wenn meine Wenigkeit sich nicht vollends von meinem textuellen Kollegen des magischen, allumfassenden 7. Bandes der Reihe loslösen konnte, sondern ebenso auf die Umsetzung des letzten Kampfes gespannt war: Bezüglich dessen gibt es nämlich den wohl einzigen Abzug im gesamten Umsetzungskonflikt – die donnernden Worte »Expelliarmus« und »Avada Kedavra« erhielten keinerlei Screentime am Ende und ermöglichten so nicht den Absolutheitsanspruch auf das Gleichnis des scheiternden Übermuts in Verbindung zur erwählten Ehrlichkeit, dem Vertrauen des Herzens gegenüber einer zugehörigen Materie [dem Zauberstab] und sogleich einem Plädoyer für die tugendhaft ehrenvolle Entwaffnung wider dem gewaltverherrlichenden, überhaupt nicht reflektierenden Ausspruch eines Todesfluchs. Inwieweit das wiederum ein Gleichnis auf die Menschlichkeit ist bleibt nun jedem selbst überlassen zu erfahren.

Wertung: 8.5 / 10

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2 Antworten zu Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 (2011)

  1. hulza schreibt:

    Muss ich bei allem sonstigen Lob auch mal loswerden: Ich habe nach dem zweiten Absatz aufgehört zu lesen. WTF?! Bei allem Respekt für tolle sprachliche Mittel und perfekt getimte Sätze und Pointen – man kann es auch übertreiben. Es liest sich nicht gut, man erfährt NICHTS über den Film, und es strotzt vor irgendwelchen Metaphern, die nur bedingt weiterhelfen. Fürs Weiterlesen fehlt mir dann Motivation und Zeit.

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